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28.08.2019 um 14:18 Uhr

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27.08.2019 um 18:44 Uhr

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27.08.2019 um 14:07 Uhr

Gefahrenstoffeinsatz
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In unserer Feuerwehr wurde 2011 ein neues System zur Information der im Einsatzfall am Gerätehaus eintreffenden Feuerwehrangehörigen eingeführt.

Ausschlaggebend war die Tatsache, dass aufgrund der nicht optimalen Funkverhältnisse innerhalb der Verbandsgemeinde oftmals die Alarmdurchsage der Leitstelle nicht verstanden werden kann. Somit erfahren die Kameraden bisher nicht selten erst im gegenseitigen Austausch in der Fahrzeughalle was sie erwartet und wo sich die Einsatzstelle befindet. Dies gehört nun seit einiger Zeit der Vergangenheit an.

Auf einem Bildschirm im Eingangsbereich des Gebäudes werden alle wichtigen, von der Leitstelle per Fax übermittelten Einsatzdaten angezeigt. Zusätzlich wird auf einer Karte die Einsatzstelle angezeigt, ebenfalls auf der von der Leitstelle übermittelten Adresse basierend. Auf dieser Karte werden neben der Adresse der Einsatzstelle aber auch zusätzliche Daten angezeigt, z.B. die nächstgelegenen Hydranten und weitere Informationen. Einen ausführlicheren Bericht über das verwendete Kartensystem finden Sie unter diesem Link.

Um ein standardisiertes Ausrücken je nach Klassifizierung des Einsatzes zu gewährleisten, werden ebenfalls die dem Alarmstichwort nach der Ausrückeordnung festgelegten Fahrzeuge angezeigt (nach Funkrufnamen, im Bild unten in den gelben Kästchen). Außerdem werden dem Einsatz zugeteilte Feuerwehr- und Rettungsdiensteinheiten aufgeführt, die ebenfalls im Fax der Leitstelle übermittelt werden.

Desweiteren werden den beteiligten Einsatzkräften die relevanten Einsatzinformationen per Email auf das Handy geschickt. Dafür ist in der Software ein Berechtigungssystem hinterlegt, sodass auch wirklich nur die Einsatzkräfte die Informationen erhalten die auch über ihren Funkmeldeempfänger alarmiert werden.

Wenn gerade kein Einsatz ansteht werden aktuelle Wetterwarnungen, aktuelle Nachrichten, die Wettervorhersage im Wechsel mit einem Zufalls-Einsatzbild sowie aktuelle Termine und die letzten sechs eigenen Einsätze auf dem Display präsentiert.

Kann ich das Programm auch in meiner Feuerwehr benutzen?

Das Programm wurde von uns komplett selbst entwickelt, weitere erforderliche Programme sind freie Software. Somit stünde einer Veröffentlichung und Weiterverbreitung nichts im Wege.

Allerdings ist die Software im kompletten Programmcode stark an die örtlichen Belange angepasst, der Versuch das Programm anderen Feuerwehren zur Verfügung zu stellen war bereits mehrfach nicht bzw. noch nie erfolgreich, da die nötigen Anpassungen zu umfangreich wären. Außerdem wäre es nicht möglich Support für das Programm zu leisten. Zudem ist es nur auf Linux-Systemen lauffähig und kann nicht auf Windows-Computern betrieben werden.

Ansicht der "Alarm-Anzeige":

Dieses Bild wird auf dem Bildschirm im Eingangsbereich dargestellt und informiert die eintreffenden Kameraden über Details zum Einsatz.

Screenshot der Alarmanzeige

Ansicht der "FEZ-Anzeige"

Diese Ansicht sehen die Kameraden, die die Funkeinsatzzentrale besetzen. Auf dieser Seite wird weiter unten außerdem das Alarmfax der Leitstelle als Bilddatei angezeigt.

Screenshot der FEZ-Anzeige

Die technischen Details im Einzelnen:

Das Programm ist als Bash-Skript geschrieben und wird unter Ubuntu Linux ausgeführt (kann nicht unter Windows betrieben werden!).

Läuft eine Alarmierung für eine Feuerwehr der Verbandsgemeinde Eisenberg ein, wird zuerst eine Alarmbenachrichtigungs-Email versandt und der Bildschirm aus dem Standby-Modus geholt.
Danach wird ein festgelegter Ordner auf dem Computer überwacht, in den das Faxgerät alle ankommenden Faxe im TIF-Format abspeichert. Sobald das Fax eintrifft wird eine Texterkennungssoftware ausgeführt, die die Inhalte des Faxes in eine Textdatei speichert. Diese wird auf entsprechende Stichworte durchsucht welche die Einsatzinformationen enthalten. Nun werden alle ermittelten Daten in eine Datenbank gespeichert, auf dem Einsatz-Display angezeigt bzw. aktualisiert und die zweite Email mit den detaillierten Informationen versandt. Im Regelfall benötigt das Programm für die Durchführung aller Schritte ca. eine halbe Minute, diese Zeitspanne kann sich aber erhöhen falls das Fax von der Leitstelle noch nicht angekommen ist und das Programm auf dieses warten muss. Die Software ist fähig, anhand von Datum, Uhrzeit und Wartezeit auf das Alarmfax zu erkennen ob es sich um einen regelmäßigen Probealarm oder um einen Alarm handelt, selbst wenn dieser in das Zeitfenster des üblichen Probealarms fällt. Selbstverständlich arbeitet das System vollständig automatisch und Bedarf auch über Wochen und Monate keinerlei Pflege um den Betrieb sicherzustellen.
Nach etwa einer halben Stunde setzt sich das Programm wieder in den "Standby-Modus" zurück, in welchem Wetterwarnungen und ähnliches angezeigt werden.

Es werden laufend kleinere und größere neue Funktionen eingebaut und Fehler beseitigt.

Systemvoraussetzungen:

Hardware:

  • Faxgerät oder Fax-Steckkarte, die die Faxe auf dem Computer in einem Grafik-Format ablegen
  • Internetanschluss für das Versenden der Emails sowie der Anzeige der Google-Map

weitere Software:

  • Bildbearbeitungsprogramm "Imagemagick"
  • Texterkennungssoftware "Tesseract"
  • einige weitere, kleinere Programme

Zusätzliche Informationen